Kolimbari

Das urige Fischerdorf Kolimbari befindet sich ca. 22 Km von Chania, in westlicher Richtung. Kolimbari liegt am Fusse der spärlich bewohnten "Rodopou" Halbinsel und hat ca. 1300 Einwohner. Die Rodopou-Halbinsel ist ein großes Naturschutzgebiet. Im Umland von Kolimbari gibt es viele Olivenhaine, Zypressen & Platanen. Das Olivenöl von Kolimbari hat mehrere Preise gewonnen, Sie können es überall in Europa in Feinkostgeschäften beziehen. Bis Ende Mai tragen die "Lefka Ori" (weißen Berge) noch Schnee, während das Thermometer an der Küste schon 26 Grad anzeigt. Eine traumhafte Bergkulisse, die greifbar nah erscheint. In Kolimbari gehen viele Tavernenbesitzer noch selbst zum Fischfang. Es gibt eine kleine Mini-Promenade, den alten Fischerhafen und einen größeren Hafen (Marina), mit dem die Einheimischen noch wenig anzufangen wissen. An der kleinen Promenade gibt es zwei Bars, einige sehr gute Tavernen und kleine Cafes. Am Ortseingang gibt es einen großen Supermarkt, eine Bäckerei, zwei Metzgereien und einen Kiosk, wo Sie auch deutsche Zeitungen bekommen können. Oberhalb von Kolimbari gibt es ein Cafe mit Panoramameerblick, das "Thea" heißt. Wenn Sie abends am Hafen von Kolimbari bummeln, sehen Sie die Lichterkette der kleinen Küstenorte.

Kolimbari ist mit der ruhigste Küstenort im Westen Kretas. Der Kiesstrand ist ca. 6 km lang. Der Strand ist an einigen stellen sandig. Der Strand wurde wegen der sehr guten Wasserqualität mit der "Blauen Flagge" ausgezeichnet. Kolimbari liegt geografisch einfach ideal um den Westen Kretas zu erkunden. Das Hinterland mit seinen kleinen lebendigen Bergdörfern ist sehr abwechslungsreich. Die Bergdörfer leben hier! In den letzten Jahren sind hier viele hübsche Häuser gebaut worden. Von Landflucht keine Spur, eher das Gegenteil. Junge Familien ziehen von der Stadt Chania zum Teil wieder in ihre Heimatdörfer.

Bestände der Strand aus Sand, hätte sich Kolimbari wohl anders entwickelt. Das kleine Fischerdorf konnte sich dadurch im Laufe der Jahre natürlich entwickeln. Erst seit 2009 wird das erste 5 Sternehotel im Ort gebaut. Kolimbari zieht mittlerweile viele Individualisten an, die das interessante Hinterland für sich entdecken möchten. Wenn sie Sandstrand suchen, dann fahren Sie einfach zu den Naturschutzgebieten (Balos & Falassarna), die nur 15 km von Kolimbari entfernt liegen. Da die meisten Individualisten einen Mietwagen haben, ist die Neugier Anderes zu entdecken doch viel zu groß um jeden Tag am selben Strand zu baden. Die typischen Pauschaltouristen, die nur Baden möchten, sieht man hier eher weniger. Viele Einheimische schätzen Kolimbari und kommen am Wochenende aus der Stadt Chania hierher um Fisch zu Essen. Fast Food gibt es eher weniger (nur Tonia bietet "Fast Food" an) ihr Grillhouse ist bekannt für gutes Gyros und Souvlaki), sondern richtige einheimische Küche, die sich den Gaumen der Nordeuropäer noch nicht ganz angepasst hat.

Das Wahrzeichen von Kolimbari ist das Kloster Moni Gonias aus dem Mittelalter, das direkt am Meer über den Felsen thront. Das Kloster ist einen Besuch wert! Es hat ein kleines Museum und eine Ikonensammlung. Das Kloster Moni Gonia spielte im Kampf gegen die Fremdherrschaft der Türken eine sehr bedeutende Rolle. Es war das erste Kloster, das von den Griechen im 19.Jh. befreit worden ist. Das Kloster sieht von außen eher unauffällig aus, aber wenn Sie es betreten, dann sehen Sie den hübschen Innenhof und die byzantinische Kirche, den Glockenturm und eine dreigeteilte Apsis (Altarwölbung), also eine "Dreikonchen-Kirche". Einige Ikonen sind vom berühmten Möch "Parthenios" aus dem 17. Jahrhundert. Hinter der Kirche wo eine Stützmauer steil zum Meer fällt, steckt noch eine Kanonenkugel eines türkischen Kriegsschiffs vom am 14. Juni 1867, weitere findet man auf dem Gelände. Der wichtigste Feiertag des Klosters ist der 15 August, der "Theotokos-Odigitria" Tag ( Mariä Himmelfahrt). Es gibt ein großes Dorffest mit Life-Musik und Tänzen. Nicht weit entfernt vom Kloster ist die Orthodoxe Akademie Kretas. Sie wurde 1965 vom Bischof Irinäos gebaut. Er war der Metropolit des Bezirks Kissamos. Dem Kloster liegt heute viel daran die griechische Kultur den Touristen zu vermitteln, deshalb werden in der Akademie im Sommer oft Sprachkurse, Töpferkurse und Lehrgänge im Weben angeboten. Die Akademie bietet aber hauptsächlich Weiterbildungskurse für die Einheimischen an, aber auch kleinere Kongresse finden hier in Kolimbari statt.

Kolimbari und sein Hinterland sind auf jeden Fall eine Reise wert!